Der Bezirksversammlung Hamburg-Nord sprach sich dafür aus, dass eine umfassende Untersuchung der derzeitigen Nutzung und künftiger Potenziale im Stadtpark und Umgebung gestartet wird. Die Untersuchung wird 120.000 Euro kosten, wovon die eine Hälfte die Umweltbehörde, die andere die Bezirksversammlung trägt.
Vorangegangen war im letzten Jahr auf Antrag von GRÜNEN und SPD ein Beschluss, den Stadtpark zu vergrößern, der durch weitere Nutzungsinteressen im Stadtpark nun in erweiterter Form umgesetzt wird. Im Frühjahr 2020 sollen der Bezirksversammlung die Ergebnisse vorgestellt werden.
Neben einer umfassenden Analyse der derzeitigen Nutzung des Stadtparks und seines Umfelds, die auch Befragungen enthalten wird, werden zusätzlich zu einer Erweiterung um nahegelegene Flächen verschiedene weitere aktuelle Nutzungswünsche und -ideen geprüft. Dazu zählen
Michael Werner-Boelz, Vorsitzender und sportpolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion Nord, erläutert: „Wir wollen Hamburgs Freizeit-Aushängeschild Stadtpark erweitern – nach innen und nach außen. Wo genau und wie, das wird sich im Lauf der umfangreichen Untersuchung zeigen, für deren Start wir nun grünes Licht gegeben haben. Ein verändertes Freizeitverhalten und zahlreiche Neubauprojekte im Umfeld des Stadtparks haben dessen Nutzung deutlich ansteigen lassen. Dringend wird daher mehr Fläche für Erholung und Entspannung benötigt.
Mich freut, dass wir in die Untersuchung nun auch explizit die Bedarfe der Sportvereine mit aufnehmen. Denn der Stadtpark ist einer der bedeutendsten Sport-Standorte im Bezirk. Es gibt vielfältige Nutzungsinteressen, die nun im Verfahren miteinander und mit anderen Nutzungswünschen abgeglichen werden. Das stärkt Hamburg-Nord als Sport-Standort!“
Christoph Reiffert, Sprecher der GRÜNEN Fraktion für Umwelt, ergänzt: „Die Vorgespräche mit benachbarten Kleingartenkolonien und Sportvereinen, aber auch Bezirksverwaltung und Umwelt-behörde münden nun in die bisher wohl ausführlichste Analyse des Stadtparks und seiner Umgebung. Wir finden, dieser umfassende Ansatz hat das Potenzial, den Stadtpark fit für die kommende Jahrzehnte zu machen. Von mehr Stadtpark werden am Ende alle profitieren!
Ich finde gut, dass auch die den Park zerschneidenden Straßen auf den Prüfstand kommen. Die Otto-Wels-Straße stellt ein Hindernis für das Spazieren zwischen Festwiese und Planetarium dar, sie sorgt für Lärm, Abgasgestank und gefährliche Situationen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man die Straße Südring anders nutzt: Zum Beispiel fürs Inlinern auf der Fahrbahn. Wir sind sehr gespannt, was die Untersuchung an innovativen Ideen für den Stadtpark bringen wird.“
Beschlossene Vorlage des Bezirksamts
Foto: Reger Kfz-Verkehr an der Otto-Wels-Straße (Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord):
Foto: Breite Fahrbahn am Südring (Reiffert/GRÜNE Fraktion Nord):
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